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1 - PROLOG VIANT|FAMILY













Hi | Bonjour | Buenos Dias | Buongiorno | jó nap | أهلا وسهلا! | 你好/您好 | 良い一日 | Guten Tag

ich werde auf diesen Seiten Bezug nehmen auf meine Familien-Forschung - mit allem Drum & Dran.
Ja - diese Viants / Wiandts / Wey(g)andts usw. haben es in sich. Es ist eine Familie, die in den "Rand"-Gebieten des deutschsprachigen Raumes - in Nationa-Grenzgebieten verschiedener Couleur - immer mal wieder sogar in der Schreibweise "V-I-A-N-T" auftaucht, wobei der "eigentlich übliche" Konsonant / der Mitlaut zwischen "I" und "A" / zumeist verbleibt.


VIANT ist ein europäischer Name. Mittelhochdeutsch bedeutete VIANT: FEIND. Aber es gibt auch Deutungsmuster in Verbindung mit dem "Weg", der "Straße": VIA - ist das lateinische Wort für Straße (siehe auch z. B. Via Appia oder Via Francigena).
De-VIANT= "de|viant" kommt von Devianz: Als Devianz (von frz. dévier) - als abweichendes Verhalten - wird in der Soziologie und in der Sozialen Arbeit die Abweichung von allgemeinen Normen und Wertvorstellungen bezeichnet. Die Bezeichnung eines Verhaltens als deviant ist immer mit einem Werturteil verbunden. Mit der Einsetzung und Deklaration von Normen tritt stets der soziale Tatbestand auf, dass von ihnen abgewichen wird; in diesem Sinne ist Devianz gerade heutzutage fast schon 'normal'.

Also ist aber im Umkehrschluss zu "deviant" der Begriff VIANT der "in der Spur bleibende", der seinen "Weg geht", der sich korrekt verhält ... - der nicht abweicht.

Vielleicht ist es auch Jemand, der an der "Straße" / "dem Weg" wohnt der "Anrainer"/Anlieger - wohingegen derjenige, der im "Abseits" haust, ein "DE-VIANT" ist - also - so in der Richtung ist der Name in dieser Variante zu deuten.

Und natürlich heißt "Viande" frz. "Fleisch" - und das Stammschloss der "Oranjer", der Niederländer, ist in "Vianden", in Luxembourg - was natürlich auch der Brunnquell aller möglichen Namensvarianten ist. Natürlich.

Foto: Vianden-Castle by night - S!|bildbearbeitung

12 - Viendemanß Spil - das Fingerhakeln

Einen trotz eines tragischen Ereignisses eher heiteren Zufallsfund fand ich bei der Suche nach der Bedeutung des Stammwortes "VIANT" aus dem Jahre 1552 in einem im Internet veröffentlichten Buch: Jan Peters: Märkische Lebenswelten - Gesellschaftsgeschichte der Herrschaft Plattenburg auf S. 23:







Bei einem Spiel, wo jemand zwei Finger verliert, dürfte es sich bei "Viendemanß Spil" (abgeleitet vielleicht aus dem Wortstamm VIANT = mhd. Feind) um das gute alte Fingerhakeln (bis heute eine althergebrachte "bayerische"[!] Sitte) gehandelt haben ... ;-))

Dieser Zufallsfund macht aber auch die uralte Grundsatzfrage auch in der Namensforschung aktuell: "Was war zuerst - Huhn oder Ei ?...":

Vianden in Luxemburg heißt wahrscheinlich Vianden, weil die Burgherren dort für irgendwen
damals "die Feinde" waren ... (?)...
Die Namensträger VIANT [mit allen Varianten] hießen vielleicht so nach dem Gebiet, aus dem sie stammten, vielleicht waren aber auch sie für
irgendwen "der Feind" - der Viant... -

Und für jemanden Feind sein oder Feind werden, war und ist ja eine recht "dynamische" Angelegenheit - besonders auch im Mittelalter und im Laufe der Jahrhunderte ...

Ob wir es jemals lösen werden ?


13 - Vianden = Feinde --- Viand = Feind

Victor Hugo: Burg und Schloss Vianden im Mondschein, 1871
Die Herren von Vianden und das Nibelungenlied

Sie sollen ja schon im Nibelungenlied Erwähnung gefunden haben, die stolzen Grafen von Vianden, Erbauer und Besitzer der Burg Vianden. In der Tat, es ist dort, an unterschiedlichsten Textstellen  des Nibelungenliedes, von „den Vianden“ die Rede, gerade so, als hätten diese im Mittelalter eine riesige Macht und großen Einfluss besessen.

Bei näherem Hinsehen stellt sich indes heraus, dass nicht von den „Herren von Vianden“ die Rede war, sondern von den „Feinden“. Das heutige Wort „Feind“ war also ursprünglich ein „Viand“ und vielleicht waren die Herren von Vianden deshalb ursprünglich jemandes Feind und erhielten von daher ihren Namen.

Wessen Feinde die Grafen von Vianden waren, das kann nur spekuliert werden. Click here

14 - Vianden - ein Landstrich im Mittelalter


Vianden war eine mittelalterliche Grafschaft, etwa in der Größe des heutigen Luxemburgs.

Zur bewegten Geschichte

Damals, also mit Erhalt des Freiheitsbriefs [1308], wurde Vianden zu einer mittelalterlichen Hauptstadt und damit zum politischen Zentrum. Die Grafschaft Vianden umfasste zu dieser Zeit 136 Dörfer und stand mit seiner geografischen Fläche bis Prüm und Bitburg dem heutigen Luxemburg in nichts nach. Die befestigte Stadt lag zu den Füßen der Burgruine, von der sie beschützt und beherrscht wurde. 24 halbkreisförmige Türme und 5 Pforten markierten entlang der Ringmauer die Stadtgrenze.


Weil sie denneuzeitlichen Verkehr aufhielten, fielen sie bis zum Ende des 19. Jahrhunderts Abrisskommandos zum Opfer.


Während des 15. Jahrhunderts wohnten rund 3.000 Einwohner in Vianden. Damit war sie die dritte Stadt des Landes und verdankte ihren Wohlstand dem Talent der Künstler und dem Können der Handwerker, die in sieben Zünften zusammengeschlossen waren: Gerber, Tuchmacher, Küfer, Maurer, Schneider, Schlosser und Goldschmiede.


Letztere schufen eine beeindruckende Zahl von weltlichen und religiösen Kunstwerken, die über den ganzen Raum der Ardennen und der Eifel verbreitet sind.


Die sieben Zünfte hatten das Recht, eigene Maße für Flüssigkeiten, Getreide, Gewichte und Ellenwaren zu gebrauchen.


Ein Kuriosum am Rande...
das Viandener "Ohm" (158 l) entspricht ziemlich genau einem Barrel (159 l) und das "Fouss" der Länge eines DIN A4 Blattes.


(Auszug aus einer Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Vianden 2008) - http://www.cv.leader.lu/_dbfiles/webpage/28/Parcours10.pdf


Die Burg

wurde zum Symbol des Unglücks und des Leidens, die über Vianden hereinbrachen. Für die Herrscher aus dem Hause Nassau, die Vianden im 15. Jahrhundert durch Erbschaft erhielten, war die Grafschaft Vianden nur eine untergeordnete Herrschaft. Sie wohnten nicht in der Burg und ließen die Grafschaft durch Amtmänner verwalten. Es war der Beginn des Niedergangs der Stadt Vianden, der beschleunigt wurde durch die Aufhebung der Grafschaft im Jahre 1794, die Abtretung von 42 Dörfern der vormaligen Grafschaft an Preußen durch den Wiener Kongress von 1815, und durch die Errichtung einer Zollgrenze zwischen Vianden und diesen Dörfern nach dem Austritt Luxemburgs aus dem Zollverein im Jahre 1918.

(aus: http://www.vianden-info.lu/)

15 - Moselfranken / Luxemburg / VIANDEN - Siebenbürgen

Ja - so kann es also gewesen sein. Aus der Gegend der Grafschaft VIANDEN zogen Familien Richtung Südost-Europa / Ungarn / Siebenbürgen. Sie siedelten hier und da auf dem Weg dorthin - blieben vielleicht in Nachbarschaftsgruppen und heimischen Familienverbänden zusammen. Verschiedene Familien können so aus dem moselfränkischen Raum als VIANT's namentlich bezeichnet worden sein oder haben sich einen solchen Namen gewählt (und auch in all den vielfältigen Varianten) = nämlich als die, die aus der Grafschaft VIANDEN kommen .... - sie wählten als Familiennamen den Ortsnamen, ein "Toponym" ...

Längs des Gesamtweges, den Herr Dr. Schuster aus Luxemburg nach Hermannstadt per Fahrrad zurückgelegt hat, wohnten zu unterschiedlichen Zeiten  (z.T. auch noch heute) auch immer VIANT-Familien ...
__________________________________



Zitat:
"Zur Entwicklung der Familiennamen kann festgestellt werden, daß sie öfters durch Ortsnamen verdrängt wurden, so daß wir heute kaum einen Ort des Trierer Raumes unter den Familiennamen vermissen..."

aus: Archiv für Sippenforschung, Heft 105 53. Jahrgang Februar 1987: Trierer Geburtsbriefe 1548—1796, Neue Folge Nr. 346-458 im Anschluß an Heft 67 (1977) - Von Eduard L i c h t e r , Eugenstraße 27, 5500 Trier

und noch ein Zitat zum luxemburgischen Ortsnamen "Marnach":
"Gab die erste Familie, die sich dort niederließ, dem Ort ihren eigenen Namen? (Vergl. Echternach als Gründung des Epternus)
Wahrscheinlich war es umgekehrt: es nannten sich Personen, die von Marnach aus in die Welt zogen, nach ihrem Heimatort, sie wählten als Familiennamen einen "Ortsnamen, ein Toponym".
... In Luxemburg gibt es heute noch zahlreiche Einwohner mit dem Namen Marnach, (von 85 im Jahr 1880 haben sie sich auf 137 im Jahr 1984 vermehrt), in der Gemeinde Marnach dagegen keine mehr."
aus: http://www.marnach.info/luxemburg/01MarnachundLuxemburg/cluxsiedlungsnamen.html









20. August 2007


Auf den Spuren der Ahnen: Mit dem Fahrrad von Luxemburg nach Hermannstadt

Seit Jahren fasziniert Dr. Alfred K. Schuster das Thema Reisewege im Mittelalter. So war es nahe liegend, dass er sich einmal auf den Weg machen würde, den vor 800 bis 900 Jahren „Teutones, Flandres und Wallones“ einschlugen, um in ein „gelobtes Land“, eine neue Heimat auszuwandern. In diesem Sommer war es so weit, er entschied sich für das Fahrrad. Er wollte einen Bogen spannen von Luxemburg, der Kulturhauptstadt 2007 im Westen Europas, nach Hermannstadt, in die Kulturhauptstadt im Osten, in der er vor 70 Jahren geboren wurde.


Am 4. Juni verließ ich Luxemburg, beeindruckt von dem immensen Kulturprogramm, das in der Stadt und Region geboten wird. Meine Reise führte mich nach Trier, von dort über den Hunsrück nach Mainz, wobei ich mehrere Kilometer auf der noch gut erhaltenen Rö­merstraße, der Via Ausonia, geradelt bin. Meine nächsten Stationen waren die mittelalterlichen Handelsmetropolen Würzburg, Bamberg, Nürn­berg, Amberg, Regensburg und Passau und dann Wien. Je weiter ich nach Os­ten kam, umso mehr Leuten begegnete ich, die etwas über die Kulturhauptstadt Hermann­stadt wussten. Ich folgte vor allem den Wegen, die einst die mittelalterlichen Städte verbanden, und nur selten dem beliebten Donau-Radweg.




Mit dem Fahrrad auf den kulturellen Spuren der Ahnen: Dr. Alfred K. Schuster


Ungarn durchquerte ich von Nordwest nach Südost, auf Nebenwegen, die Györ und die Abtei Pannonhalma (St. Martin) mit dem politischen Zentrum der Magyaren im Hochmittelalter, Sze­kesfehervar, verbinden. Von dort fuhr ich an die Donau, die ich bei Dunaföldvar überquerte. Ich fuhr weiter nach Südosten, besichtigte zwei Nationalparks. Ich wollte herausfinden, ob es im 11., 12. Jahrhundert möglich war, das Schwemm­land und die Sumpfwälder der Theißebene zu durchqueren. Diese Frage muss ich heute verneinen. Wahrscheinlich zogen die damaligen Sied­lertrecks an der Donau weiter nach Süden. Vermutlich bis zur Drau- und Theißmündung, und dann erst nach Nordosten, um an den Mieresch zu gelangen. Im 2003 neu gegründeten Kloster Morisena bei Csenad, einem ehemaligen Bischofsitz, das den Namen des 1002 in byzantinischen Schriften erstmals erwähnten al­ten Klosters trägt, wurde ich vom Popen zum Mittagessen eingeladen. Er sagte: „Reisende emp­fangen wir auch heute noch wie vor tausend Jahren“, und schränkte dann ein: „jedoch nicht Touristen, die mit dem Auto kommen“.


Am 14. Juli erreichte ich Hermannstadt und fuhr zum Hunsrück (heute Strada Centumvirilor), um einen Gruß zu überbringen, den mir Ein­heimische aus dem Hunsrück im Westen mitgegeben hatten. Im Gepäck hatte ich zwei weitere Grußbotschaften, eine der Lands­mannschaft der Siebenbürger Sachsen in Deutschland und eine der Heimatgemeinschaft der Deutschen aus Hermannstadt, die ich Frau Pavel vom Demokra­tischen Forum der Deutschen in Siebenbürgen übergab, die beide Schreiben an Bürgermeister Klaus Johannis weiterleitete. Erfreulich war, dass mich Bischof Dr. Christoph Klein, obwohl unangemeldet, für ein kurzes Gespräch empfing.


Und Hermannstadt? Die alten Mauern erleben in diesem Sommer einen nie dagewesenen Kulturrausch. Täglich kulturelle Großereignisse auf der Bühne am Großen Ring, im Festzelt auf der Piaţa Unirii und anderswo. In den Gassen Menschen aus vieler Herren Länder mit Reise­führern in den Händen, die eines der vielen kulturellen Angebote wahrnehmen oder das vielfältige kulinarische Angebot an einem der Tische in und vor den Restaurants genauso genießen wie das bunte, fröhliche Treiben auf den Straßen und Plätzen der Stadt. Ein Sprachenbabylon schwirrt durch die Altstadt und alle, mit denen ich gesprochen habe, waren begeistert und sahen verständnisvoll über die noch existierenden Baustellen hinweg.






Mit dem Fahrrad auf dem Hunsrück in Hermannstadt.


Dass ich als Siebzigjähriger eine solche Reise unternommen habe, war nicht nur der Hermannstädter Zeitung einen Bericht wert, sondern auch der Zeitung Monitorul de Sibiu und der rumänischen Presseagentur. Radio Romania brachte ein längeres Interview über meine Reise und meine Eindrücke von meiner Heimatstadt. 41 Tage war ich unterwegs, an 31 habe ich im Sattel gesessen und die Strecke von 2 475 km bewältigt. An den restlichen zehn Tagen habe ich Kultur, Natur und Kräfte ge­tankt. An sehr heißen Tagen (35 bis 37 Grad C) habe ich bis zu sieben Liter Wasser getrunken und wieder ausgeschwitzt.


Unterwegs führte ich viele Gespräche: auf der Straße, in Kneipen, in Klöstern und anderswo über die Kultur­haupt­städte Europas 2007, aber auch über die Emigration deutscher Siedler aus Moselfranken und dem Rheinland nach Siebenbürgen. Am Ende meiner Reise bummelte ich eine Woche lang durch die Straßen meiner Kindheit und Jugend. Ich war auf den Spuren unserer Vor­fahren in die Geschichte abgetaucht und erkannte am Ziel, dass meine Reise auch eine Reise in die Zukunft Hermannstadts war.


Dr. Alfred K. Schuster, Clausthal-Zellerfeld

16 - VIANT - von "VIANDEN" (Luxembourg) ???














Vianden - Merian 1643

Viant - Vianden

Annette Viant Seekings aus Cornwall/England notierte in einem "Viant"-Ahnen-Forum zu einer Suchanzeige von mir im Juli 2010:
http://boards.ancestrylibrary.com/thread.aspx?mv=flat&m=65&p=localities.ceeurope.hungary.baranya

(Sinngemäße Übersetzung (mit Hilfe von Übersetzungsmaschinen ins Deutsche:)


"Zitat aus einer Informationsseite über den luxemburgischen Ort Vianden: Vielleicht erklärt sich so der Name Viant - auch in Österreich (Burgenland) [-Ungarn - Moson/Sopron Györ]? * (siehe Anmerkung unten).

Im 13. und 14. Jahrhundert kämpften die Grafen von Vianden, die mächtigsten Herrscher in der Region zwischen dem Fluss Our und der Westeifel, heftig gegen die Grafen von Luxemburg um die Vorherrschaft in der Region zwischen Maas (Meuse) und Mosel.
Anno 1140 unterstützt Frederick I von Vianden den Erzbischof von Trier bei einer Fehde gegen Heinrich IV von Luxemburg. Die Dorfbewohner des Landstriches Vianden (*s. Anmerkung I), deren Häuser dabei geplündert und verwüstet wurden während der Kämpfe, folgten damals oft dem Ruf des Königs Geza II (* s. Anmerkung II) von Ungarn und emigrierten nach Siebenbürgen/Transsylvanien, wo die moselfränkische Sprache bis heute erhalten geblieben ist."

*) Anmerkung: Auf dem Weg nach Transsylvanien/Siebenbürgen ließen sich einzelne "Viant"-Familien dann vielleicht schon "unterwegs", z.B. im Bereich Burgenland - Moson - Sopron - Györ, im Hianzen-/Heidebauern-Gebiet" nieder - und siedelten erst späterhin ostwärts nach der Gegenreformation als protestantische Glaubensflüchtlinge (Transmigration) z.B. in Kötcse, Györköny, Lajoskomarom, Ecseny, Gadacs usw.


Original-Text von Annette Viant-Seekings (hortonsboa) in english:

"Quote from an information board in Vianden. Does this explain the name Viant in Austria (Burgoland)? presumably the emigrants would have taken the name as originating in Vianden.


In the 13 and 14 century the counts of Vianden, the most powerful rulers in the region between the Our River and the West Eifel, fought fiercely against the Counts of Luxembourg for predominance over the region between the Meuse and Moselle Rivers. In 1140, Frederick 1 of Vianden assisted the Archbishop of Trier in a fued against Henry 1V of Luxembourg. The villages whose houses had been pillaged and ravaged during the fights followed the appeal of King Geza 11 of Hungary and emigrated to Transylvania where the Moselle Frankish language has been preserved to this day."

Annette Viant Seekings -

(Many Thanks for this Information)

Anmerkung I:
Ansiedlung von deutschen Kolonisten in Siebenbürgen


Ab 1143 erreichten die ersten Siedler die soeben frei gewordenen Gebiete in Südsiebenbürgen; das spätere Hermannstadt im Süden, Broos im Westen sowie den Nösnergau im Norden.


Im Verlaufe des 12. und 13. Jahrhunderts wurden nun in Süd- und Nordsiebenbürgen weitere deutsche Kolonisten angesiedelt. Durch Lokatoren angeworben, kamen sie, um die leeren Gebiete zu füllen, die Grenzen zu sichern und die Wirtschaft zu beleben. Besonders aus dem Maas-Mosel-Raum, Flandern und dem Gebiet der damaligen Erzbistümer Köln, Trier und Lüttich gab es Zuzüge. In mehreren Schüben und durch Binnenkolonisation (von Primärsiedlungen aus entstanden Tochtersiedlungen) wurde das Land erschlossen.


Die Bezeichnung „Sachsen“ (Siebenbürger Sachsen) entstammt dem Lateinischen Saxones in den alten ungarischen Urkunden, womit gemeinhin die deutschen Einwanderer bezeichnet wurden, was mit ihrer Herkunft jedoch nur eingeschränkt zu tun hat.



Die deutschen Bauern und Handwerker genossen mehrheitlich die Privilegien einer Rechtsvergabe des ungarischen Königs von 1224 (Andreanum oder auch Goldener Freibrief). Die Sonderrechte galten auf dem sog. Königsboden, welchen sie besiedelt hatten und wurden ihnen in den folgenden Jahrhunderten immer wieder urkundlich bestätigt und erweitert. Die Kolonisten gründeten die bis heute wichtigsten Städte Siebenbürgens: Hermannstadt, Kronstadt, Klausenburg, Mühlbach, Schäßburg, Mediasch und Bistritz sowie viele Dörfer und Marktflecken in drei geschlossenen,aber nicht zusammenhängenden Gebieten, insgesamt ca. 267 Ortschaften.


Eine zweite größere Welle deutschsprachiger Einwanderung setzte erst zu Zeiten der Gegenreformation ein, da zu dieser Zeit in Siebenbürgen Glaubensfreiheit galt. Durch die sog. Transmigration kamen Landler, Durlacher u.a. ins Land und wurden auf dem Königsboden angesiedelt. Diese blieben jedoch weitgehend als eigenständige Kulturgruppen bestehen und vermischten sich kaum mit den ansässigen Siebenbürger Sachsen.


aus: http://www.hpgrumpe.de/rumaenien/siebenbuergen-info.htm


Anmerkung II

Géza II., König von Ungarn,

rief ab etwa 1147 deutsche und flämische Bauern, Handwerker, Kaufleute und niedere Adelige (sog. Ministeriale) in die dünn besiedelten Gebiete in Oberungarn (Zips) und Siebenbürgen (Siebenbürger Sachsen). Die Siedler kamen aus der Rhein-Mosel-Gegend (Moselfranken), aus Flandern und aus Wallonien.

(aus: http://www.bessarabia.altervista.org/deu/2ostsiedlung/3.0_ostsiedlung11.html)