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Horst Klusch: Ansiedlung der Siebenbürger Sachsen - 31 pdf-Seiten

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Sehr lesenswert in Bezug auf das Thema: VIANT-VIANDEN - click here

Fernand Fehlen: Kritische Arbeit zum "Zusammenhang": Luxemburg - Siebenbürgen

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in jedem Falle ebenfalls lesenswert - click here

Die Vogelsberg/Hessen-Connection: 1720 Vent aus Grünberg nach Ungarn - Fendt in Moson/Sopron/Györ - (1720/30 Viandt in Györköny) - 1730 Viant in Kötcse




Wenn es also diese apostrophierte Namens-Entwicklungsverwandtschaft VIANT/VENDT/WIEAND tatsächlich gibt, hat sich folgende neue Spur ergeben:


aus: http://www.chronik-crainfeld.de/auswanderer.htm


Auswanderer nach Ungarn 1720/21

Den Hintergrund für die erste größere Auswanderung in der Geschichte des Vogelsberges bildete die hemmungslose und rücksichtslose Jagdleidenschaft des Landgrafen Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt (1678-1739). Durch das überhand nehmende Wild, die Parforcejagden über Äcker und Wiesen, und die Erhöhung der Steuern wurden insbesondere die oberhessischen Bauern wirtschaftlich ruiniert. Auch die stark zugenommene Bevölkerung nach dem 30jährigen Krieg, die aufgrund der in Oberhessen gültigen Realteilung zu einer Verkleinerung der Güter geführt hatte, dürfte mit ursächlich gewesen sein. Ab 1720 erschienen in der Landgrafschaft Hessen gezielt Werber im Auftrag des römisch-deutschen Kaisers und ungarischen Königs aus dem Haus der Habsburger, Karl VI., die Siedler für die brach und wüst liegenden Gegenden im kurz zuvor in den Türkenkriegen gewonnenen Ungarn und Siebenbürgen suchten. Trotz der Behinderung dieser Werbungen durch die landgräflichen Beamten wanderten 1720/21 insgesamt 300 Personen aus den oberhessischen Ämtern Alsfeld, Grebenau, Lißberg und Nidda nach Ungarn aus. Aus Crainfeld wanderten mindestens sieben Personen aus, aus dem benachbarten Bermuthshain zwei Familien. Die folgenden Angaben zu den Auswanderern aus Crainfeld ins Königreich Ungarn sind dem Hessischen Archiv-Dokumentations- und Informationssystem (HADIS) und der Veröffentlichung "Grebenhain. Geschichte und Gegenwart der Dörfer im südöstlichen Vogelsberg" von 1995 entnommen.
 
Bauermeister, Johann Jost, Herkunft: Schlechtenwegen. - Auswanderungsdatum: nach 1721 / Ziel: Ungarn. - Ehepartner: Helene Katharina B., geb.: Wacker / Crainfeld, 1 Kind(er). - Bemerkungen: cop. am 23.02.1719 in Crainfeld. Quelle: Auswandererkartei Ernst Wagner; D. Luth. Ungarn
 
Bauermeister, Susanna, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: nach 1721 / Ziel: Ungarn. - Alter/geb.: geb: 21.11.1719, Eltern: Johann Jost B., Helene Katharina B., geb.: Wacker. Quelle: Auswandererkartei Ernst Wagner; D. Luth. Ungarn
 
Jost, Johannes, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1721 / Ziel: Ungarn. Quelle: Auswandererkartei Ernst Wagner; Geschichtsblätter des Kreises Lauterbach Nr. 39
 
Wacker, Helene Katharina, Herkunft: Crainfeld. - Auswanderungsdatum: 1721 / Ziel: Ungarn. - Ehepartner: Johann Jost Bauermeister aus Schlechtenwegen. - Bemerkungen: cop. mit s.o. am 23.02.1719, nach Calazno 1721. Quelle: Auswandererkartei Ernst Wagner; D. Luth. Ungarn
 
Linker, Bernhard, Müller aus Crainfeld, 1720 ausgewandert.
 
Krisch, Johann Philippus, Bauer aus Crainfeld, geboren 8.9.1691 in Crainfeld, 1720 ausgewandert.
 
  • Vent, Johannes, wohnhaft in Crainfeld, Färber aus Grünberg, 1720 ausgewandert.




















2


Zoltán Tefner schreibt in seinem Aufsatz: Kolonisationsgeschichte der hessischen Sekundärgemeinde Kötsching/Kötcse (Beiträge zur Volkskunde der Ungarndeutschen 13, 1997)

































Johann Viandt - aus dem "Fuldischen Raum" - starb 1788 im Alter von 80 Jahren in Kötcse - geboren also 1708... - er kann z.B. ein Sohn jenes "Johann Vent aus Crainfeld, Färber aus Grünberg", gewesen sein - aus dem "Fuldischen Raum" - und - wie Tefner andernorts betont, aus dem Vogelsberg-Gebiet ...









Im Urbarial von Kötcse 1767 ist von den anfänglichen 3 Wiand(t)s  (Georg, Jacob und Johann) nur noch ein "Viganth" / "Viant" Janos (Johannes) übrig geblieben ....


Kötcse/Kötsching  ist wahrscheinlich eine Sekundärsiedlung - vielleicht aus den Familien gespeist, die in Györköny als Viandt  über 100 Jahre konstant in den Matrikeln auftauchen. Sie sollen eine besondere - allerdings umstrittene - Herkunftsverbindung zu den "Hianzen" bzw. zu den "Heidebauern", den "Hapauern" aufweisen (Heiraten untereinander, Patenwahl bei Kindstaufen usw.)
Dieses "Hianzen-/Heidebauern-Gebiet" ist im Bereich österreichisches Burgenland/Neusiedler See/Westungarn (Györ-Sopron-Moson) anzusiedeln.

Johann Vendt  kann aber 1720 zuerst - vielleicht mit einer größeren Familie, mit Geschwistern und fast erwachsenen Söhnen - dort in Westungarn angekommen sein (Primäransiedlung) - und dann ist er und/oder seine älteren Söhne als "Viant/Viandt"  weiter gezogen nach Györköny (Sekundäransiedlung) (Friedrich Viandt - *1711) - ziemlich assimiliert inzwischen mit dem "Heidebauern"-Clan - und dann ein weiterer Familien-Zweig nach Kötcse um 1730.

3
 In Westungarn (Sopron-Györ-Moson) tauchen - zumindest später -  Familien-Zweige Wendt/Vendt/Fendt/Windt auf:




Dies ist sicherlich eine recht kühne Hypothese ... - aber sie ist auch doch irgendwie "plausibel" - und darstellbar. Die Zeit wird bringen, wie "belastbar" sie ist ...





mailto:info@eddywieand-sinedi.de

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