
Axel Wieandt
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Axel Wieandt (* 19. September 1966 in Bochum) ist ein deutscher Bankmanager. Seit dem 13. Oktober 2008 ist er der Vorstandsvorsitzende der im MDAX gelisteten Hypo Real Estate.
Leben
Axel Wieandt ist Sohn des Bankmanagers Paul Wieandt. Seine Schwester Dorothee, Partnerin bei Goldmann Sachs, ist mit Martin Blessing, dem Vorstandsvorsitzenden der Commerzbank verheiratet.
Wieandt studierte ab 1986 an der WHU - Otto Beisheim School of Management und schloss sein Studium als Diplom-Kaufmann ab. 1993 promovierte er zum Dr. rer. pol. Anschließend arbeitete er für McKinsey und Morgan Stanley. Ab dem Jahr 2000 war Wieandt der jüngste Bereichsvorstand bei der Deutschen Bank. Dort arbeitete er später unter anderem als Leiter des Stabsbereichs Corporate Development und ab 2003 als Head of Corporate Investments. Nachdem als Folge der Finanzkrise ab 2007 und der dadurch zum Erliegen gekommenen Kreditvergabe zwischen den Banken der Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate durch deren Tochter Depfa in finanzielle Probleme geraten war, wurde seine Bestellung als Vorstandsvorsitzender und damit Nachfolger von Georg Funke am 7. Oktober 2008 bekannt gegeben und sein Amtsantritt für den 13. Oktober 2008 festgesetzt.
Er ist seit 2005 Honorarprofessor der WHU.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Axel_Wieandt
Bundesfinanzminister Steinbrück verteidigt Bonus an Wieandt
14.08.2009 | 07:05 Uhr
Heidelberg (ddp) Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) verteidigt die Bonuszahlung in Höhe von 500 000 Euro an den Vorstandschef der Hypo Real Estate, Axel Wieandt. Heidelberg (ddp). Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) verteidigt die Bonuszahlung in Höhe von 500 000 Euro an den Vorstandschef der Hypo Real Estate, Axel Wieandt. «Herr Wieandt ist der Feuerwehrmann, der bei der Hypo Real Estate einen überaus schwierigen Job macht - und ich bin froh, dass er da ist», sagte Steinbrück der «Rhein-Neckar-Zeitung» (Freitagausgabe) in Heidelberg. Angesprochen darauf, ob die Summe angesichts der Finanzkrise und der Schieflage der Bank nicht zu hoch sei, sagte Steinbrück: «Was ist viel? Ich verdiene als Finanzminister der drittgrößten Industrienation monatlich 9000 Euro netto. Für eine Krankenschwester ist das extrem viel Geld. Das ist die eine Sichtweise. Gemessen an den Bankern, deren Banken wir stabilisiert haben oder an anderen Spitzenpositionen in der Wirtschaft, ist das eher lausig bezahlt. Das ist die andere Sichtweise.»
ddp.djn/wsd
Url zum Artikel: http://www.ad-hoc-news.de/bundesfinanzminister-steinbrueck-verteidigt-bonus-an--/de/Wirtschaft-Boerse/Marktberichte/20433670
Bankaufsicht (BaFin) attackiert HRE-Chef: "Wieandt sei problematisch"
VON MICHAEL BRÖCKER, 20.08.2009
Die Bankenaufsichtsbehörde Bafin spricht dem Vorstandsvorsitzenden der maroden Immobilienbank Hypo Real Estate, Axel Wieandt, die Kompetenz ab. Der Ex-Deutsche-Bank-Manager sei "problematisch", heißt es. Inzwischen gehört die HRE mehrheitlich dem Bund. Berlin. Die oberste Aufsichtsbehörde der deutschen Banken hält den aktuellen Vorstand der maroden Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) offenbar für unfähig. Wie erst jetzt bekannt wurde, äußerte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) im Dezember 2008 massive Zweifel an der Eignung von Vorstandschef Axel Wieandt sowie seinen Vorstandskollegen Kai Wilhelm und Frank Krings. Die Bedenken teilten die Prüfer am 11. Dezember 2008 auch dem Bundesfinanzministerium mit, wie aus einem internen E-Mail-Schriftwechsel des Ministeriums hervorgeht, der unserer Zeitung vorliegt. Der Bund ist heute Mehrheitseigentümer des mit 102 Milliarden Euro Staatshilfe vor der Pleite geretteten Instituts. Am 11. Dezember 2008 teilte eine leitende Mitarbeiterin der Bonner Aufsichtsbehörde dem Aufsichtsratsvorsitzenden der HRE, Michael Endres, die Zweifel der Experten an dem neuen Vorstand mit. Die HRE hatte die Manager zuvor als "kompetente und international erfahrene Führungskräfte" gelobt. Am selben Tag teilte die Bafin ihre Bedenken auch dem Finanzministerium mit. In einer internen E-Mail des Ministeriums wird die deutliche Bafin-Kritik schriftlich festgehalten. Unter Punkt 1 heißt es: "Die genannten Herren – Wieandt, Wilhelm, Krings (..) sind einzeln gesehen problematisch. Es fehlt fachliche Erfahrung bezogen auf das konkrete Geschäftsfeld der Bank." Nur wenn in dem neu zu bildenden Gesamtvorstand der HRE weitere Spezialisten hinzukämen, könne man die Personalie akzeptieren, heißt es weiter. Dazu sollten Personalprofis ("Headhunter") eingesetzt werden. Dazu kam es nicht. Bis heute sind Wieandt & Co. im Amt. Die Bafin war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Das Finanzministerium erklärte auf Anfrage, dass es zum damaligen Zeitpunkt nicht über die Bestellung des HRE-Vorstands hätte entscheiden können. Ob Wieandt heute das Vertrauen des Mehrheitseigentümers Bund genießt, wollte der Sprecher ohne exakte Kenntnis des Sachverhalts nicht sagen. Wieandt war von Deutsche-Bank-Chef Ackermann empfohlen worden. Die Opposition wertet die Bafin-Zweifel als Beleg für das verfehlte Krisenmanagement der Regierung. Bei der Zeugenvernehmung im Untersuchungsausschuss des Bundestages habe Axel Wieandt "nicht zwingend die erforderliche fachliche Eignung vermittelt", heißt es in einem Schreiben an die Bafin. FDP, Grüne und Linke fordern die Behörde zur Abberufung des Bankers auf. Dazu hat die Aufsicht nach dem Kreditwesengesetz (KWG) in bestimmten Fällen das Recht.
Quelle: Rheinische Post
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Dorothee Blessing, geb Wieandt Dorothee Blessing hält sich in der Öffentlichkeit zurück. Sie ist Partnerin von Goldman Sachs und verbindet die Bankerdynastien Blessing und Wieandt. Die Ehefrau von Commerzbank-Chef Martin Blessing ist Partnerin im Frankfurter Büro von Goldman Sachs Chart zeigen. Beide lernten sich im Studium im schweizerischen St. Gallen kennen, wo zuvor bereits der Goldman-Banker und heutige Allianz-Finanzvorstand Paul Achleitner ausgebildet wurde. In dessen Team arbeitete Blessing (40) eine Weile. Seit 1991 ist sie Goldman Sachs treu, mit einer kurzen Unterbrechung, die sie zur Deutschen Bank Chart zeigen führte. Blessing legt Wert auf ihre eigenständige Karriere als Selfmadewoman, doch ihr familiäres Netzwerk ist zweifellos eines der stärksten in der deutschen Finanzbranche. Sie ist eine geborene Wieandt, Tochter des legendären Bankensanierers Paul Wieandt. Ihr Bruder Axel ist Konzernstratege der Deutschen Bank, ihr Bruder Carl Partner für Unternehmensfinanzierung bei McKinsey. Die Dresdner-Bank-Eignerin Allianz Chart zeigen lässt sich übrigens seit Jahren von Goldman Sachs beraten.
aus: http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,564798,00.html
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Carl WieandtCarl Wieandt, Schwager von Commerzbank-Vorstand Martin Blessing, ist neuer Partner für Corporate Finance bei McKinsey. Zeitgleich rotiert im Frankfurter McKinsey-Büro die Leitung der Expertengruppe Banken. Hamburg - Carl Wieandt (37), ehemals Investmentbanker in Diensten internationaler Geldhäuser wie Lazard, Goldman Sachs Chart zeigen und Credit Suisse Chart zeigen, ist als Partner zu der Unternehmensberatung McKinsey gewechselt. Dies berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (26. Oktober) am Kiosk erhältlich ist. Der jüngste Sohn des im Frühjahr verstorbenen ehemaligen BfG-Bank-Chefs Paul Wieandt hat bereits Anfang Oktober bei der Beraterfirma angeheuert. Als einer der wenigen Partner, die von außen rekrutiert wurden, soll der auf die Chemiebranche spezialisierte Investmentbanker die Abteilung für Corporate Finance (Unternehmensfinanzierung) von McKinsey verstärken. Wieandt kommt aus einer Familie, die bereits eine ganze Reihe von Topbankern hervorgebracht hat: Sein älterer Bruder Axel Wieandt (41) ist Chefstratege bei der Deutschen Bank; Schwester Dorothee Blessing (39), Ehefrau von Commerzbank-Vorstand Martin Blessing (44), arbeitet als Partnerin bei Goldman Sachs.
Quelle: Ulric Papendick - http://www.manager-magazin.de/koepfe/personalien/0,2828,513108,00.html
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Paul Wieandt
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Paul Wieandt (* 31. Januar 1936 in Speyer; † 20. März 2007) war ein deutscher Bankmanager und bekannt als Spezialist für die Sanierung von Banken.
Leben
Paul Wieandt studierte Volks- und Betriebswirtschaft und wurde 1968 an der Westfälische Wilhelms-Universität Münster mit einer Arbeit über bewegliche Sachen als Objekte der Kreditsicherung im französischen Recht zum Dr. jur. promoviert. Er arbeitete in verschiedenen Funktionen für die Westfalenbank AG, Merck Finck & Co und die Stadtsparkasse Düsseldorf. Im Jahr 1984 wurde er Vorstandsvorsitzender der Landesbank Rheinland-Pfalz, die in einer schweren Krise steckte. 1990 erhielt er den Auftrag, die Bank für Gemeinwirtschaft zu sanieren. Zwischen 1990 und seinem Ausscheiden als Vorstandsvorsitzender 1997 setzte er einschneidende Veränderungen durch: Das Filialnetz wurde um ein Fünftel auf 177 Filialen reduziert, ein Viertel der Mitarbeiter und dreiviertel der Führungskräfte mussten das Haus verlassen. Zum 1. Januar 1993 erwarb die französische Bank Crédit Lyonnais die inzwischen in BfG Bank AG (heute SEB AG) umfirmierte Bank, und Wieandt setzte die Sanierungspolitik fort. Im November 2001 wurde er als Sanierer zur SchmidtBank gerufen und übernahm dort den Vorstandsvorsitz. Das Sanierungsprogramm ähnelte sehr der Rosskur der BfG: Die Hälfte der 120 Filialen wurde geschlossen, 850 der bisher 2000 Stellen wurden gestrichen. Die Direktbanktochter Consors wurde verkauft. Bis zur Auflösung der Schmidtbank 2004 blieb Wieandt Vorstandsvorsitzender und führte anschließend die Resba, in der das Restgeschäft verblieb, das die Commerzbank nicht übernahm. 2004 wurde Wieandt Verwaltungsratsvorsitzender bei der angeschlagenen Frankfurter Sparkasse. Wieandt war mehrfacher Aufsichtsrat, unter anderem der Hannover Rück und der "neue leben-Versicherungsgruppe" sowie Vorstandsmitglied der Peters Associates AG. Er war bis zu seinem Tod Vorsitzender des Beirats der Manic AG, die viele seiner Sanierungsprogramme unterstützte.
Ehrungen und Auszeichnungen
Wieandt erhielt zahlreiche Ehrungen, unter anderem das Bundesverdienstkreuz am Bande und den Chevalier dans L’Ordre National de la Légion d’Honneur. Er war 1999 Gründer und bis zu seinem Tod Vorsitzender der Europäischen Stiftung Kaiserdom zu Speyer. Er war Vorstandsmitglied der Deutschen Sporthilfe und seit 2000 Honorarkonsul in Hessen für das Königreich Belgien.
Familie
Paul Wieandt war verheiratet und hatte drei Kinder, von denen zwei ebenfalls Bankmanager sind. Seine Tochter Dorothee Blessing, Managing Director bei Goldman Sachs, ist mit Martin Blessing, Vorstand der Commerzbank, verheiratet. Sein Sohn Prof. Dr. Axel Wieandt arbeitete in führender Funktion bei der Deutschen Bank und übernahm am 7.Oktober 2008 den Vorstandsvorsitz der Hypo Real Estate von Georg Funke. Sein Sohn Carl war lange Jahre im Investment Banking tätig und ist inzwischen Partner bei der Unternehmensberatung McKinsey & Company.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Wieandt
