INTERNATIONAL TRANSLATOR

MY PEDIGREE BY "GENEANET"

MY PEDIGREE BY "GENEANET"
click here

Horst Klusch: Ansiedlung der Siebenbürger Sachsen - 31 pdf-Seiten

Horst Klusch: Ansiedlung der Siebenbürger Sachsen - 31 pdf-Seiten
Sehr lesenswert in Bezug auf das Thema: VIANT-VIANDEN - click here

Fernand Fehlen: Kritische Arbeit zum "Zusammenhang": Luxemburg - Siebenbürgen

Fernand Fehlen: Kritische Arbeit zum "Zusammenhang": Luxemburg - Siebenbürgen
in jedem Falle ebenfalls lesenswert - click here

Der "Ahnherr" VIAND - Hessische Familienkunde, Bd. 11, Heft 1, 1972











Der Ahnherr Viand
Von Axel Wandel

Der noch heute in Münchholzhausen blühende Name Viand klingt auf Anhieb hugenottisch. Bekanntlich schätzte seinerzeit unser Landgraf die Strebsamkeit und Ausdauer der zu uns gekommenen Hugenotten so sehr, daß er sie in seinen Landen an den verschiedensten Stellen systematisch ansiedelte. Nun war Münchholzhausen jedoch keine solche Hugenottensiedlung, und auch Greifenthal unterhalb der Burg Greifenstein war weit, das wiederum gute Kontakte zu der Hugenottensiedlung Kelze bei Hofgeismar hatte. Blättern wir aber ein paar Jahrhunderte in der Geschichte zurück.
Vor dem Jahre 1669 heiratete der Sohn des am 15. 9. 1658 begrabenen Greifensteinschen.Hofschmiedes Henßgen Veigand die am 15.11.1643 ebenfalls in Greifenstein geborene Anna Catharina Rump, eine Tochter des aus Holzhausen (heute: Ulmtal) stammenden Greifensteinschen Soldaten Cloß(= Nikolaus) Rump(f), der kurz vor der Geburt seiner Tochter aus dem Verfasser bisher unbekannten Gründen enthauptet wurde.
Der mit dem frühen Tod des Hofschmieds und dem vielleicht unrühmlichen Ende des Schwiegervaters belastete Sohn Vait Vigant, hatte sich notgedrungen nach anderer Tätigkeit umzuschauen, da die Stelle des Hofschmiedes auch wohl schon lange vergeben war: Vait Vigant — man schrieb damals so, wie man den Namen hörte — kam als Holzhauer nach Ulm, dem heutigen Ulmtal irn Kreis Wetzlar. Aber auch dort hielt es den jungen Beisassen nicht lange. Die Familie Vigant begibt sich nach Münchholzhausen. Dort heiratete am 2. 2. 1701 nach dem'Tode des Vaters sein noch am 2. 4. 1669 in Ulm getaufter Sohn Johann Peter eine Elisabeth Schneider aus alter Münchholzhäuser Familie. Die Mutter des neuen Beisassen in Münchholzhausen stirbt dort schon am 15. 12. 1693. Fünfzig Jahre später, fast auf den Tag genau, am 23. 12. 1743, wird Johann Peter Vigant in Münchholzhausen begraben.
Alle seine Kinder scheinen mittlerweile in der neuen Heimat festen Fuß gefaßt zu haben, denn schon der gleichnamige Sohn des Vorgenannten wird dort 1748 als Gerichtsschöffe und 1760 als Kirchenältester bezeichnet. Dessen Sohn wiederum, Johannes, ist ebenfalls Gerichtsschöffe und Kirchenältester des Ortes und ehelicht eine Anna Maria Theiss. Erstaunlicherweise werden nicht nur dessen zahlreiche Kinder — so auch der mit Anna Catharina Weiler verheiratete Johann Friedrich — sondern auch er selbst fortan im Kirchenbuch von Münchholzhausen Viand geschrieben. Die Erklärung hierfür ist relativ einfach, wenn man bedenkt, daß Namensänderungen damals kaum in Mode waren: Der von 1759 bis 1785 in Münchholzhausen und Dutenhofen amtierende Pfarrer Rudolph H. Weitershausen hat den Namen wieder so geschrieben, wie  e r  ihn gehört hat! Vielleicht von den späteren, zu Amt und Würden gekommenen Nachfahren gerne geduldet, da der neue Name ja hugenottisch-vornehm klang.
Eine Tochter des Sohnes des Vorgenannten, der Ortsschultheiß Johann Jonas Viand, heiratete in erster Ehe am 20.10.1814 in Großrechtenbach den Kronenwirtssohn Johann Adam Lang jun., der gleichzeitig Mitglied des Feldgerichts war. Dieser Langsche Enkel des von seinem Großvater Johann Justus Lang herrührenden, noch heute in Rechtenbach gebräuchlichen Hausnamens „Grunewirts", starb jedoch schon am 14. 1. 1819 mit 27 Jahren „an Brustdrücken 1/4 Stunde nachdem er zur Ader gelassen ward". Die ärztliche Kunst damaliger Zeit! Seine Witwe, Anna Elisabeth Wiegand bzw. Viand ging am 7. 3. 1822 in Großrechtenbach mit Adam Schmidt eine zweite Ehe ein.
Aber auch männliche Träger des Namens Viand siedelten nach Rechtenbach über, heißen hier jedoch richtigerweise Wiegand. Der damalige Rechtenbacher Pfarrer und Superintendent der Kreissynode Wetzlar,
Ludwig Alexander Theodor Weinrich, schrieb den Namen also richtig. Dem vielleicht etwas schwerhörigen Pfarrer Münchholzhausens, der einfach so schrieb, wie man mundartlich Wiegand eben ausspricht, ist es heute zu verdanken, daß die Münchholzhäuser Viands tatsächlich mit den Rechtenbacher Wiegands recht nah verwandt sind! Ob die Namensträger in beiden Orten sich dessen bewußt waren bzw. heute noch sind?

Die genauen Lebensdaten aller hier Genannten liegen dem Verfasser vor.
_____________________

Soweit der Artikel von Axel Wandel, der so in HESSISCHE FAMILIENKUNDE, Band 11, Heft 1, März 1972, erschien.

Aber - wie heiß es so schön - : Grau ist alle Theorie.
Vielleicht hatte man Pfr. Weitershausen nur darauf hingewiesen, dss man seit Jahrhunderten immer wieder VIANT / VIAND geheißen habe - aber leider habe man daraus irgendwann den lanschaftlich herkömmlichen Namen WIEGAND abgeleitet ... - wer weiß ... ;-))


 
 
Bild: Manfred Viand
Ehrenamtlicher Magistrat von Münchholzhausen - Quelle: cdu-münchholzhausen (www.)






Panoramabild: Münchholzhausen im Sommmer
http://www.gmehlmusiklegende.de/MuenchholzhSommer2002Panorama.jpg
Infos zu Münchholzhausen:
http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnchholzhausen





info@eddywieand-sinedi.de

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen